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Wiedereröffnung des Forsthauses Eggerode
im Harz
EGGERODE/PADERBORN
Gleich dreifachen Grund zur Freude haben die Pfadfinder im Bistum
Magdeburg. Nach der 220. 000 Euro schweren Renovierung konnte die
Jugendbildungs- und Begegnungsstätte „Forsthaus Eggerode“
wiedereröffnet werden. Während des Festwochenendes im
Harz wurde auch ein neuer Diözesanvorstand der Deutschen Pfadfinderschaft
St. Georg (DPSG) gebildet. Diesem gehören Patricia Jäckel
als Vorsitzende, Ralf Urbanek als Vorsitzender sowie Heidi Klimmasch
als Kuratin an. Zudem feierte der katholische Jugendverband sein
20-jähriges Bestehen.
Glückwünsche kamen auch aus dem Erzbistum Paderborn:
„Wir erleben einen Diözesanverband im Aufbruch“,
lobte Annemarie Schulte, Vorsitzende des Partner-Diözesanverbandes
Paderborn. Seit dem Fall der Berliner Mauer besteht enger Kontakt
zwischen den beiden Pfadfinderverbänden, das „Forsthaus
Eggerode“ wird beispielsweise von beiden Verbänden getragen.
Um die große Renovierung überhaupt schultern zu können,
hatten die beiden Diözesanverbände einige Partner an Bord
geholt. Mitgetragen wurden die Kosten dabei vom Bonifatiuswerk der
deutschen Katholiken (dem Hilfswerk der Kirche für Katholiken
in der Diaspora), dem Diözesan-Bonifatiuswerk Magdeburg und
dem Bistum Magdeburg.

So war es selbstverständlich, dass sich zur Wiedereröffnung
viel kirchliche und weltliche Prominenz ein Stelldichein gab. Generalvikar
Raimund Sternal, Jugendpfarrer Stefan Hansch (beide Magdeburg) und
DPSG-Bundeskurat Guido Hügen reisten an, um den Diözesanverbänden
zu gratulieren. Bis heute ist das Forsthaus Eggerode eine der wenigen
katholischen Bildungsstätten im Bistum Magdeburg und das einzige
DPSG-Diözesanzentrum in den neuen Bundesländern. Zurzeit
zählt das Forsthaus Eggerode – dazu gehört auch
ein Zeltplatz - pro Jahr über 7000 Übernachtungen.
Der Schwerpunkt der Renovierungsarbeiten lag auf notwendigen Brandschutzmaßnahmen
und der damit verbundenen Erneuerung der Elektroinstallation. Hinzu
kamen Boden- und Wandbelagsarbeiten, eine Überarbeitung der
Heizungsinstallation, die noch aus der Zeit vor der deutschen Wiedervereinigung
stammte, der Einbau eines Meditationsraumes und die Erneuerung der
Küche. Das aus DDR-Zeiten stammende Mobiliar wurde ersetzt.
„Mit diesen Investitionen ist das Forsthaus wieder als attraktiver
Ort für die Kinder- und Jugendarbeit im Bistum Magdeburg hergerichtet
worden“, erklärte Harald Urbanek vom Vorstand des Forsthauses.
Für die Pfadfinderarbeit in Magdeburg ist das Forsthaus Eggerode
als Diözesanzentrum ein wichtiger Ort, an dem Zeltlager, Ausbildungskurse,
Bildungswochenende und Ferienfreizeiten stattfinden.

Pfadfindergruppen und andere Jugendgruppen verbringen gemeinsam
ihre Zeltlager auf dem Gelände. Neben den verbandlichen Schwerpunkten
finden im Forsthaus Eggerode viele Familienwochenenden, Firm- und
Kommunionwochenenden statt. Während der Woche wird das Haus
oft von Schulkassen und Kindergärten genutzt.
Die DPSG hat das Gelände mit dem Forsthaus und mehreren älteren
Bungalows im Jahr 1991 von der Treuhandanstalt als Ergänzung
zum eigentlichen Zeltplatzgelände erworben. In der DDR-Zeit
diente das Gelände als Naherholungseinrichtung für das
Bus-Kombinat Halberstadt. Mit dem Erwerb der Einrichtung wurde das
Ziel verfolgt, in dem noch jungen Diözesanverband Magdeburg
einen Ort für die katholische Kinder- und Jugendarbeit zu errichten
und gleichzeitig die deutsch-deutsche Begegnungsarbeit zu fördern.
Aus der Geschichte heraus ergibt sich auch die Partnerschaft der
beiden Diözesanverbände, schließlich war das heutige
Bistum Magdeburg bis 1994 der östlichste Teil des Erzbistums
Paderborn und gehört noch heute zur Kirchenprovinz Paderborn.
Dirk Lankowski (la)
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